Pultdachhäuser liegen im Trend

In den letzten Jahren sind Pultdachhäuser immer mehr in Mode gekommen. Früher war das Pultdach typisch für einfache Gebäude: Schuppen, Fabrikgebäude, Lagerhallen und dergleichen führte man als Pultdachhäuser aus. Heute hat sich das Pultdach hingegen auch einen Platz im Wohnbau erobert: Ein- genauso wie Mehrfamilienhäuser werden heute oft als Pultdachhäuser errichtet.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, die einen finden, dass Pultdächer interessante Akzente setzen und gerade im städtischen Bereich durch aneinander gebaute Pultdachhäuser sehenswerte Dachlandschaften entstehen. Die anderen fühlen sich durch Pultdachhäuser eher an ein gewisses Häuschen erinnert, das man manchmal aufsuchen muss und dies still und leise tut.

Wie man geschmacklich auch dazu stehen mag, weist das Pultdach gewisse Vorzüge auf. Sicherlich ist es ein der ältesten Dachformen, wenn nicht die älteste. Ein einseitiger, schräger Witterungsschutz mit Seitenwänden ist bereits gewissermaßen die Urform aller Pultdachhäuser.Das Pultdach ist konstruktiv recht einfach und der allereinfachsten Form eines Daches, dem Flachdach sehr nahe. Durch seine – oft nur geringe Neigung – kann das Wasser ablaufen, was die bekannten Dichtigkeitsprobleme von Flachdächern vermeidet. Da das Pultdach aus einer einzigen Fläche besteht, gibt es keinen Stoß von Dachflächen am First, der, wie bei Sattel- und Walmdächern, besondere Maßnahmen gegen das Eindringen von Wasser erfordert. Dadurch können Pultdachhäuser wohl etwas günstiger ausgeführt werden als Sattel- oder Walmdachhäuser, auf jeden Fall aber günstiger als regelrechte Flachdachbauten. Selbstverständlich können Pultdachhäuser nicht nur als Massiv- sondern auch als (Holz-)Fertighäuser ausgeführt werden.

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