Naturstein: traditioneller Baustoff mit Charme
Naturstein ist ein Werkstoff, der von alters her am Bau verwendet wird und mit praktisch allen anderen Baumaterialien zusammen verbaut werden kann. Als hauptsächlicher Baustoff wurde er früher dort verwendet, wo er in geeigneter Form vorkam: In vielen Gegenden Deutschlands sind ältere Häuser aus dem jeweils am Ort vorhandenen Stein landschaftstypisch, so wie in vielen waldreichen Gebieten Holzhäuser zum traditionellen Landschaftsbild gehören. Aber auch bei Holzhäusern wurden der Sockel und ein eventuell vorhandener Keller oft aus Naturstein gemauert. Der früher recht aufwendig herzustellende Ziegel wurde quasi als Notbehelf vor allem dort verwendet, wo es keine geeigneten Natursteine gab, wie etwa an der Nordseeküste.
Früher verwendete man auf dem Land auch Feldsteine, die durch den Frost im Winter auf dem Acker „wachsen“. Wo, wie etwa auf der Schwäbischen Alb, auch noch Lehm vorkommt, verwendete man diesen oft als Mörtel, so dass der komplette Baustoff für die Wände kostenlos war, weil man ihn auf dem eigenen Grund und Boden fand.
Im Prinzip genauso wie mit Feldsteine arbeitet man mit unbehauenen Bruchsteinen und verwendete sie ebenfalls für einfache Häuser. Aufwendiger war das Bauen mit behauen Steinen, also Werksteinen. Dass man dies bereits im Altertum bis zur Perfektion beherrschte, sieht man an Ruinen und erhalten gebliebenen Bauwerken aus dieser Zeit.
Kategoriezuordnung: Baustoffe





