Holzhaus ist nicht gleich Holzhaus

Es gibt nicht nur viele Varianten der Gestaltung, sondern auch ganz unterschiedliche Arten des Bauens mit dem Naturmaterial. Die häufigsten Konstruktionsweisen – insbesondere im Fertighausbau – sind der Holzrahmen- und der Holztafelbau, bei denen sich die kostengünstigen Möglichkeiten der seriellen Vorfertigung besonders bemerkbar machen. Diese standardisierten Bausysteme bestehen aus einem feingliedrigen Tragegerippe, das mit Span- oder Sperrholzplatten ausgesteift wird, oder, wie im Holztafelbau, aus einem Tragsystem mit Wandscheiben aus Vollholzrahmen mit Beplankung und integrierter Wärmedämmung.

Beim Holzskelettbau, einer Variante des Fachwerkhausbaus, haben nur ein Horizontalträger und die Stützen tragende Funktion, wodurch sehr freie Grundrissplanungen möglich sind. Die klassische Variante des Fachwerkbaus ist das tragende Ständerwerk, das an Ort und Stelle aufgerichtet, in traditioneller Weise verzapft und ausgefacht wird. Mittlerweile werden Fachwerkhäuser aber auch schon in der Fabrik vorproduziert. Schließlich ist auch die älteste Methode des Hausbaus, der Jahrtausende alte Blockhausbau, im 21. Jahrhundert angekommen. Auch mit dieser Bauweise, bei der die Wände aus waagrecht übereinander geschichteten Rund- oder Kanthölzern errichtet werden, lässt sich längst moderne Architektur verwirklichen.

Quelle: Schwäbisch Hall
Auszug aus der Pressemitteilung "Viel Holz vor der Hütte"
(Presse » Ratgeberthemen » Bauen & Wohnen – 26.09.2005)

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