Holzbau: Hausbau mit Holz
Holzbau ist das moderne Wort, mit dem man das Arbeitsgebiet des Zimmermanns, also das Zimmerhandwerk – oder wie man früher sagte – die Zimmerkunst, umschreibt. Dieses Handwerk dürfte eines der ältesten, wenn nicht gar überhaupt das älteste Bauwandwerk sein. Vor allem auf dem Land wurde früher beim Hausbau sehr wenig gemauert, jedoch der Zimmermann war unentbehrlich: Häuser wurden als Holzkonstruktionen erstellt, als Fachwerke. Die Gefache dieses hölzernen Gerüstes wurden mit Flechtwerk ausgebaut, welches man mit Lehm verstrich.
Bei aufwendigeren Fachwerkhäusern wurden und werden die Gefache ausgemauert. Manchmal lässt man dabei das Mauerwerk in den Gefachen sichtbar, in anderen Fällen wird es verputzt. Die Balken des Fachwerks, die Stäbe, jedoch lässt man in aller Regel sichtbar. So geben sie dem Haus nicht nur Stabilität, sondern strukturieren auch die Fassade optisch.
Auch beim Steinbau ist der Zimmermann meist unentbehrlich: Als während der Industrialisierung Eisen immer billiger wurde, probierte man es mit eisernen Dachstühlen, kam jedoch bald davon wieder ab, da Holz hier durch nichts zu ersetzen ist.
Mit Hilfe moderner Holztechnologie kann man heute Träger mit gewaltigen Spannweiten erstellen, so dass auch beim Bau von Industrie- und anderen Hallen die Holzbauweise enorme Vorteile hat. Aber immer noch sind gute Zimmerleute in der Lage, gemütliche, gesunde, haltbare und wertbeständige Holzhäuser zu bauen, wie etwa das Schwedenhaus, das von außen schon so freundlich aussieht, wie es innen gemütlich ist.
Kategoriezuordnung: Holzhaus bauen · Artikel erstellt am: 01.10.2008





