Holzbalkendecke

Bevor es Stahlbeton- und Stahlsteindecken gab, war die Holzbalkendecke praktisch die einzige Möglichkeit, ein Flächentragwerk zur Überdeckung eines Raumes herzustellen und die einzige Alternative dazu das Gewölbe. Manche Menschen bevorzugen heute Stahlbetondecken, da sie im Sommer kühler halten sollen, nichtsdestotrotz ist die Holzbalkendecke durchaus auch heute noch aktuell und zwar nicht nur in Holzhäusern, da sie aus natürlichen Werkstoffen besteht und zu einen gesunden Raumklima beiträgt.

Holzbalkendecken sind im Grunde einfach aufgebaut: Auf den Wänden liegt eine Lage Balken auf und zwar normalerweise von Längsseite zu Längsseite. Darauf befindet sich ein sogenannter Blindboden. Er besteht aus Platten, Brettern oder Dielen (Bohlen) und auf ihn kommt dann der eigentliche Fußboden, der unterschiedliche aufgebaut sein kann.

Im einfachsten Fall, zum Beispiel in Scheunen oder Schuppen, wo keine Ansprüche an Schall- und/oder Wärmedämmung gestellt werden, besteht die Holzbalkendecke lediglich aus der Balkenlage und dem Blindboden. In Wohngebäuden kann es jedoch auch ein aufwendiger aufgebauter Fußboden sein. In diesem Falle wird man die Decke auch von unten verschalen. Früher wurden hier Dachlatten aufgenagelt und auf diese Rohrmatten oder Rabitzgewebe als Untergrund für den Deckenputz. Heute wird man sich eher für eine ansprechende Verschalung aus Brettern entscheiden. Zwischen die beiden Schalen der Decke kommt in aller Regel ein so genannter Einschub, ein Füllmaterial. Früher verwendete man hier, speziell auch auf dem Land, gerne Lehm mit Spreu, später oft auch Schlacke.

Vor allem auch bei alten Holzdecken mit hohen Balken bringt man bei Renovierung und Neugestaltung des Hauses gerne die untere Verschalung zwischen den Deckenbalken an, so dass diese von unten sichtbar bleiben. Dunkles Holz harmoniert zum Beispiel mit weißem Putz sehr gut und die vorstehenden Balken geben der Decke eine gewisse Struktur.

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Kategoriezuordnung: Holz als Baustoff