Dachstuhl: Die Krone des Hauses

Der Dachstuhl ist die derjenige Teil des Hauses, welcher den Unterbau der Dachhaut darstellt. Je nach Form des Daches ist er recht einfach oder aber auch ziemlich kompliziert aufgebaut. Ein Dachstuhl für ein einfaches Satteldach auf einem Haus mit rechteckigem Grundriss besteht im wesentlichen aus zwei Fußpfetten, die auf jeder Seite am Rand des Fußbodens des Dachgeschosses aufliegen, einer Firstpfette und den Sparren. Die Firstpfette liegt oben auf den Spitzen der Giebelwände auf und wird meist mit hölzernen Ständern oder Stehern auf der darunter liegenden Decke abgestützt. Die Sparren werden mit so genannten Zangen ausgesteift. Das sind Paare von Querhölzern, die kurz unter der Firstpfette jeweils ein Paar von gegenüberliegenden Sparren verbinden und zu einem unverschiebbaren Dreieck machen.

Wenn ein Haus ein Walmdach besitzt, heißen die Sparren an den Ecken Gratsparren. Die kurzen Sparren, die von den Fußpfetten zu den Gratsparren führen, bezeichnet man als Schifter. Wenn ein Haus einen Winkelgrundriss aufweist oder einen Seitenflügel hat, ergeben sich an den inneren Gebäudeecken am Dach Kehlen. Die Sparren, die an diesen Stellen sitzen, heißen folgerichtig Kehlsparren.

Aus den beschriebenen Teilen sind im Prinzip auch die aufwendigsten Dachstühle aufgebaut. Das typische Baumaterial für Dachstühle, das Holz, konnte bisher von keinem anderen Werkstoff verdrängt werden, da es einzigartige Eigenschaften besitzt. Natürlich kann man anstatt nur den Dachstuhl, auch gleich das ganze Haus aus Holz bauen und trifft dabei eine gute Wahl, wie die vielen schönen Holzhäuser von Sweet Home zeigen.

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Kategoriezuordnung: Dach · Artikel erstellt am: 05.01.2010