Blockhaus
Urtümliches Aussehen und moderner Wärmeschutz
Ein Blockhaus besteht aus aufeinander gestapelten Blockbohlen – je nach Typ mit Rundhölzern oder rechteckigen Kanthölzern. Für die „Statik“ eines Blockbohlenbaues sind die unterschiedlichen Verkämmungen und Verblattungen unerlässlich. In diesen Kreuzungspunkten werden die Wände untereinander stabilisiert und durch diese schubfesten Verbindungen auch ausreichend gegen Wind ausgesteift. Letztendlich ist es die Tragkonstruktion die hier den wesentlichen Aspekt für das charakteristische Erscheinungsbild des Wohnhauses mit sich bringt.

Die Blockbauweise unterscheidet man (heutzutage) in zwei wesentliche Gruppen. Einerseits die einschaligen Blockbohlenbauten, wo die Holzbohlen alleine die Aufgaben des Wärmeschutzes übernehmen müssen, andererseits in die zweischaligen Bauweisen, bei der zwischen einer inneren Verschalung oder einer zweiten Bohlenwand eine zusätzliche Dämmung angeordnet ist.
Die Anforderungen eines modernen Wärmeschutzes, z. B. nach Energieeinsparverordnung (EnEV), zu erfüllen ist bei einschaliger Bauweise sicherlich deutlich schwerer. Hierfür kommen meist nur große Rundhölzer (Rundholz) in Betracht, da Abmessungen von Kantholzbohlen i. d. R. begrenzt sind. Überwiegend werden daher zweischalige Bauweisen angeboten.
Undichtigkeiten in einer Außenwand können den besten Wärmeschutz zu Nichte machen und darüber hinaus zu schädlichem Tauwasserausfall führen. Durch Profilierungen bzw. Nut- und Federausbildungen der Bohlen, gegebenenfalls mit eingelegten Dichtbändern, wird im Blockhaus eine ausreichende Dichtigkeit erreicht.
Vorteil des Blockhaus sind die natürlichen Baustoffe – Holz ein nachwachsender Rohstoff. Eine Außenwand aus Bohlen macht eine innenliegende Dampfsperre meist entbehrlich – Vorraussetzung für ökologische, diffusionsoffene Bauweisen. Darüber hinaus verschaffen die günstigen hygroskopischen Eigenschaften des Holzes ein angenehmes, behagliches Raumklima.
Kategoriezuordnung: Blockhaus · Artikel erstellt am: 08.08.2005





